Eine offene Tür eines öffentlichen Bades, helles Licht strömt heraus, einige Schwimmspielzeuge und Handtücher auf dem Boden

Wenn das Freibad zum Fest wird

Eine anonyme Spenderin übernahm mit 25.000 Euro den Eintritt für alle Kinder in den vier Detmolder Freibädern. Sechs Wochen lang war der Zugang kostenfrei. 12.270 Kinder nutzten das Angebot. Die Gesamtbesucherzahl stieg auf 115.000, ein Drittel mehr als im Vorjahr. Mitarbeitende berichten, dass auch Kinder kamen, die sonst seltener ins Bad gingen, und einige legten Schwimmabzeichen ab.

Zwischenruf aus den Evangelien

Markus erzählt, wie Jesus die Menge auf dem grünen Gras lagern lässt — in Gruppen, ohne Eintrittskarte, ohne Vorbedingung (Mk 6,39). Fünftausend Männer, samt Frauen und Kindern, essen und werden satt. Was dort mit wenigen Broten und Fischen beginnt, wirkt in Detmold nach: Eine anonyme Gabe öffnet die Bäder für alle Kinder. Sechs Wochen lang zählt nicht der Geldbeutel der Eltern, sondern die Einladung. 12.270 Kinder schwimmen, lernen, lachen. Das Reich Gottes wird dort sichtbar, wo Teilhabe geschenkt wird und nicht erkauft. Wer das Gras sieht, auf dem alle Platz haben, ahnt: Gottes Ökonomie rechnet nicht mit Knappheit, sondern mit Fülle.

Wo erleben wir heute Gelegenheiten, bei denen Teilhabe nicht vom Portemonnaie abhängt, sondern geschenkt wird?

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